Starkregen bremst Bauprojekte in St. Andrä-Wördern. Brückenbaustelle und geplante Straßenkorrektur wurden überschwemmt.

Von Thomas Peischl und Otto Sibera. Erstellt am 24. Juni 2020 (04:27)
Der Hagenbach schwoll durch den Starkregen am Wochenende massiv an. Bei der Baustelle vor der ÖBB-Brücke mussten Rohre aus Sicherheitsgründen wieder entfernt werden.
Sibera

Die starken Niederschläge am Wochenende trafen auch zwei Projekte der Marktgemeinde.

So wurde die Baustelle bei der ÖBB-Brücke über den Hagenbach regelrecht überflutet. Rohre mussten entfernt werden, da die Gefahr bestand, dass sie aufschwimmen und den Wasserdurchfluss blockieren könnten. Die Gemeinderäte Matthias Brunner und Gerald Schabl (SPÖ) hatten bei der letzten Sitzung ein Überdenken des Hochwasserschutz-Konzeptes gefordert. Wenn die Donau Hochwasser führt, könne es zu einem Rückstau beim Einlauf des Hagenbachs kommen. Die Gemeinde solle zwei Grundstücke erwerben, ein Sammelbecken errichten und so für mehr Sicherheit sorgen.

Vor dem Fitnessstudio Zig Zag bildete sich ein schwer überwindbarer See.
privat

Bürgermeister Maximilian Titz (ÖVP) sieht diesen Bedarf nicht gegeben: „Unser Pech war nur, dass die Baustelle mit einem katastrophalen Starkregenereignis kollidierte.“ 110 Liter pro Quadratmeter entsprechen gewöhnlich den gesamten Niederschlägen des Monats Juli oder etwa dem halben August-Regen. In dem Baustellenabschnitt werde der Hagenbach auf einer Länge von 80 bis 100 Metern so hergerichtet, wie eines Tages der ganze Bachlauf aussehen soll. Titz will an den bestehenden Plänen (die auch behördlich geprüft seien) festhalten.

Schon frühere Niederschläge hatten in der Gewerbestraße vor dem Fitnessstudio Zig-Zag einen kleinen See entstehen lassen. Die Ursache liegt in einem einseitigen Überhang der Straße begründet. Nach dem Starkregen war das Studio für Kunden eine Zeit lang gar nicht mehr erreichbar (siehe Foto).

„Das Problem ist uns bekannt“, erklärt dazu Bürgermeister Titz, „wir wollten am Freitag auch schon mit einer Anpassung der Straße und der Errichtung einer Sickergrube beginnen.“ Aber auch in diesem Fall sei der Katastrophenregen genau zum ungünstigsten Zeitpunkt gekommen.