Tulbing hat Energie-Vorreiterrolle. Die erste Kleinwindkraftanlage in NÖ ist nun in Tulbing in Betrieb. Für 5.700 Euro brutto ist sie flexibel einsetzbar und nachhaltig.

Von Monika Gutscher. Erstellt am 05. Mai 2021 (04:07)
Die Kleinwindkraftanlage mit einem Durchmesser von 1,65 m und einer Länge von 1,85 m erzeugt neben der Photovoltaik-Anlage Strom für die Gemeinde Tulbing.
Privat

„Ich bin durch die Crowdfunding-Kampagnie mit Kathrin Zettel auf die Kleinwindkraftanlagen von Blue Power aufmerksam geworden. Windturbinen haben mich schon immer interessiert“, erzählt Bürgermeister Thomas Buder. „Nach jahrelanger Entwicklungsphase von Windturbinen sind unsere Kleinkraftwindanlagen seit 2016 auf dem Markt“, sagt Robert Nesseler (Vertrieb Blue Power) über die Entstehungsgeschichte.

Blue Power steht für hochqualitative Kleinwindkraftanlagen, 100 Prozent erneuerbare Energie sowie eine nachhaltige Zukunft. So hat Blue Power eine wartungsfreie Kleinwindkraftanlage entwickelt, die geräuscharm, tierfreundlich und durch ihre aerodynamische Form um 30 Prozent effizienter ist. Sie findet überall Platz, wo gewöhnliche Windturbinen nicht zugelassen werden.

„Sie würde den Strombedarf der Wasserversorgungsanlage decken, falls ein Stromausfall wäre. Da hier rechtlich gesehen keine Großwindanlagen stehen dürfen, war dies eine perfekte Alternative“, freut sich Buder über die Inbetriebnahme der neuen Energiequelle am Dach der Brunnenanlage in Katzelsdorf, „jeder kann hierher kommen, ums sich von der geringen Lautstärke zu überzeugen. Außerdem planen wir im Juni einen Tag der offenen Tür.“ Für den Bürgermeister ist es wichtig, dass die Bevölkerung sieht, in was investiert wurde.

Mit einem Gewicht von insgesamt etwa 180 Kilogramm, wobei aber die bewegte Masse sehr gering ist, einem Durchmesser von 1,65 Metern und einer Länge von 1,85 Metern fand die erste Kleinwindkraftanlage Niederösterreichs einen perfekten Standort.

„Windkraft ist ein wichtiges Thema für die Zukunft"

Auch Mitgesellschafterin Kathrin Zettel (ehemalige österreichische Skirennläuferin) ist von dieser nachhaltigen Energiegewinnung überzeugt: „Windkraft ist ein wichtiges Thema für die Zukunft. Das Potenzial ist riesengroß, wir entwickeln uns ständig weiter.“ Sie dankt Thomas Buder für die gute Zusammenarbeit, „denn es war kein leichter Weg“ (auch wegen Corona).

NOEN

Oft sei die Genehmigung aufgrund von Unwissenheit ein Problem. Das Interesse an Kleinwindkraftanlagen sei zwar vorhanden, aber die Produktivität einer solchen Anlage ist schwer vorhersagbar. Außerdem werden sie nicht gefördert und sind schlecht vergleichbar mit anderen Stromerzeugungsprodukten. Kostenpunkt für diese Kleinwindkraftanlage sind 5.700 Euro brutto.