Große Tulln wird derzeit in Langenrohr saniert. Vom Verbund werden von der Großen Tulln-Einmündung in die Donau bis kurz nach Asparn Baggerungen vorgenommen.

Von Alois Steinhauser. Erstellt am 14. November 2020 (04:00)

Mit dem Baggerschiff wird Schlamm entfernt. Der Grund hierfür ist, dass bei starken Sommergewittern die Humusschicht von den Hängen zwischen Einsiedl und Plankenberk-Asperhofen in die Große Tulln gespült wird. Der Fischereiverein Langenrohr bewirtschaftet die ca. sechs Kilometer lange Flussstrecke bis zur Donau. Dabei fallen die letzten 1,5 km in den Staubereich der Donau, wo sich die Sedimente ablagern können.

Der Fischereiverein Langenrohr führt ein- bis zweimal jährlich selbst eine Schlammmessung durch. Gebaggert wird etwa alle vier Jahre vom Verbund: ca. 100 m flussaufwärts von der Brücke beim Leiner bis zur Mündung in die Donau. Im Jahr 1991 wurde bei der Kronauer Brücke der bislang höchste Schlammhöhe mit 2,45 m gemessen. „In den 1,5 km langen Staubereich lagern sich alle vier Jahre 70. bis 80.000 m 3 Schlamm ab“, sagte Fischereiobmann Richard Kölldorfer, „der Schlamm wird vom Baggerschiff zum Mutterschiff, das an der Mündung in die Donau bereitsteht, gebracht, wo er dann abtransportiert und entsorgt wird.“ Die dabei anfallenden Kosten werden vom Verbund selbst getragen.