Enten in Tulln sorgen für gemischte Gefühle. Feuerwehr rückte zur Tierrettung aus. Entenküken versorgt – jedoch: In Sachen Enten schlagen in Tulln zwei Herzen in einer Brust.

Von Doris Firmkranz. Erstellt am 10. Mai 2019 (02:39)
Stadtfeuerwehr
Süß sind sie ja, die kleinen, flauschigen Dinger. Aber ohne Mutter hilflos. Nun sind sie in guten Händen.

Sie sind ja wirklich entzückend anzuschauen und wecken Beschützerinstikte: niedliche Entenküken. So auch vergangene Woche, als sechs Mann der Tullner Stadtfeuerwehr gemeinsam mit zwei Mitarbeitern der Stadtgemeinde zur Rettung von sechs Entenküken antraten. Hilflos kauerten die winzigen Dinger, deren Mutter überfahren worden war, beim Kreisverkehr bei der Landesfeuerwehrschule. Den Männern gelang es schließlich, die Tiere einzufangen und in Sicherheit zu bringen. Die Küken wurden der Veterinärabteilung der BH Tulln übergeben.

Wie Amtstierarzt Christoph Hofer-Kasztler der NÖN gegenüber mitteilte, wurden sie von einem Mitarbeiter seiner Abteilung bei sich aufgenommen. „Der ist ein engagierter und erfahrener Kleintierzüchter“, weiß Hofer-Kasztler. „Er wird die Küken sicher großziehen und, sobald sie selbst für sich sorgen können, bei einem Fischteich aussetzen.“

Auf der einen Seite die rührende Rettungsaktion, auf der anderen unternimmt die Stadtgemeinde alles, um den Entenbestand so gering wie möglich zu halten – Stichwort Cerkarienausschlag durch Entenkot.

Als „mühsam“ beschreibt Christian Holzschuh Maßnahmen, die dazu dienen, die Lebensbedingungen für die Wasservögel zu erschweren. Etwa das Gras auf der Insel regelmäßig zu mähen und das Schilf am Rande des Badesees niedrig zu halten. Der offizielle Badebetrieb wurde übrigens mit 11. oder 18. Mai – je nach Witterung – festgelegt.