Grafenwörther absolviert Volontariat in Sri Lanka

Freiwilligeneinsätze haben in Zeiten der Pandemie besondere Bedeutung.

Erstellt am 10. Oktober 2021 | 16:21
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Als Volontär wird Julian Funk seinen Auslandszivildienst in Sri Lanka ableisten.
Foto: privat

Insgesamt 18 junge Erwachsene starten ihren Freiwilligendienst mit „Volontariat bewegt“ in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa. Unter den drei Niederösterreichern ist auch Julian Funk (18) aus Grafenwörth. Er wird in einem Projekt in Sri Lanka seinen Auslandszivildienst leisten.

Schon als Kind hat sich Julian Funk für andere eingesetzt, hat mit Mitschülern die Jause geteilt oder mit ihnen diskutiert, wenn sie ihren Müll auf die Straße geworfen haben. „Dann habe ich erfahren, dass es neben dem Bundesheer auch die Möglichkeit gibt, einen Zivildienst im Ausland zu machen, wofür ich mich dann letztlich auch entschieden habe“, so Julian zur NÖN. Nach einiger Recherche ist er dann auf die Organisation „Volontariat bewegt“ gestoßen, welche mit den Trägerorganisationen „Jugend eine Welt“ und den Salesianer Don Boscos zusammenarbeitet.

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„Fast alle haben auf meine Entscheidung positiv reagiert.“ Julian Funk

In Sri Lanka wird Julian Funk in Absprache mit den Projektpartnern viele unterschiedliche Aufgaben übernehmen. In dem Projekt wird vor allem mit Kindern von sieben bis 18 Jahren gearbeitet, die größtenteils aus schwierigen Verhältnissen kommen. „Mit den Kindern werde ich die Freizeit gestalten, sie bei alltäglichen Aufgaben unterstützen, Nachhilfe geben, Englisch unterrichten, Computerkurse für die Kinder sowie für junge Erwachsende geben und vieles mehr“, so der künftige Auslandzivildiener.

Andere Lebensrealitäten verstehen ist wichtig

Die Frage, was er von seinem Einsatz in Sri Lanka erwartet, beantwortet der junge Grafenwörther so: „Ich wünsche mir vor allem an diesen Erfahrungen zu wachsen und zu reifen und dass ich diese Erfahrungen in Zukunft teilen und positiv nutzen kann. Denn ich bin mir bewusst, dass ich in Österreich ein sehr privilegiertes Leben führen darf und ich finde es wichtig, auch andere Lebensrealitäten sehen und verstehen zu können.“

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Im Familienkreis hat Julian von Anfang an volle Unterstützung für sein Vorhaben in allen Bereichen bekommen. „Alle freuen sich auch für mich und sind auch in gewisser Weise stolz. Einige meiner Freunde freuen sich ebenfalls, andere verstehen das Ganze nicht so wirklich und haben noch Zweifel. Aber im Großen und Ganzen haben fast alle positiv reagiert.“

Wann nun genau der Auslandseinsatz in Sri Lanka starten wird, ist aufgrund der Covid-19 Pandemie und schwankender Corona-Zahlen in Sri Lanka leider noch ungewiss. Geplant wäre eigentlich schon heuer im September gewesen, da aber die Zahlen so rasant gestiegen sind, gab es eine Verschiebung auf unbekannte Dauer.

„Hinsichtlich der nun sinkenden Zahlen bin ich aber positiver Dinge, dass meine Ausreise Ende des Jahres bis spätestens Anfang nächsten Jahres nun endlich beginnen kann“, sagt Julian Funk.