Grünes Licht für Bahnhofsapotheke im Tullnerfeld. Betreiberin Katharina Schaufler zeigt sich erleichtert. Detailplanung und Mitarbeitersuche laufen an.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 07. Juli 2019 (05:04)
Peischl
Katharina Schaufler vor ihrer zukünftigen Apotheke im Gewerbegebäude direkt neben dem Bahnhof Tullnerfeld.

Es schien ein Kampf gegen Windmühlen zu sein: Seit 2014 bemühte sich Katharina Schaufler um eine Konzession zum Betrieb einer Apotheke am Bahnhof Tullnerfeld. Doch jetzt geschah das bis vor kurzem scheinbar Unmögliche: Es gibt nicht nur einen positiven Bescheid, sondern erstmals auch keinen Einspruch.

„Endlich hat die Vernunft gegen die Bürokratie gesiegt!“, jubelt auch Bürgermeister Rudi Friewald (Michelhausen), der sich gemeinsam mit seinen Amtskollegen Leopold Figl (Langenrohr) und Georg Hagl (Judenau-Baumgarten) für das Projekt stark gemacht hatte.

„Jetzt kann ich endlich mit der Detailplanung der Innenausstattung beginnen“

Noch größer ist die Erleichterung naturgemäß bei der künftigen Apothekerin Katharina Schaufler: „Jetzt kann ich endlich mit der Detailplanung der Innenausstattung beginnen.“ Das gilt auch für die Mitarbeitersuche: „Ich habe schon viele Bewerbungen bekommen, aber ich musste die Leute nach all den Rückschlägen der letzten Jahre immer wieder vertrösten.“

Auf 270 Quadratmetern soll eine moderne Apotheke nach dem neusten Stand der Technik entstehen, etwa mit einem Lagerautomaten. Unter Berücksichtigung von Lieferzeiten hofft Schaufler, im Herbst eröffnen zu können. Schaufler selbst ist in der Region bekannt, sie hat bereits in Apotheken in Tulln gearbeitet, derzeit ist sie in St. Andrä-Wördern beschäftigt.

„Der Entschluss, mich selbstständig zu machen ist nicht neu und auch für meine Kollegen keine Überraschung. Der Zuzug im Tullnerfeld ist enorm, dadurch nehme ich mit dem neuen Standort auch niemandem etwas weg“, ist Schaufler überzeugt. Am Standort Bahnhof Tullnerfeld schätzt sie sowohl gute öffentliche Erreichbarkeit als auch Parkmöglichkeiten, „und er könnte auch noch für Ärzte interessant werden“.