Die Proben laufen in Königsbrunn. Bestechung und Korruption stehen im Fokus der Theaterproduktion 2019 „Der Herr vom Amt“.

Von Christa Wallak. Erstellt am 16. Juli 2019 (15:14)
Elisabeth Niklas
Regisseurin Luzia Nistler und Regieassistent Bernhard Dreisiebner (2. v. r.) mit den Darstellern Leopold Selinger, Jürgen Pfaffinger, Felix Krasser, Peter Sommersgutter, Peter Josch und Rainer Doppler.

Die Kellergassen Compagnie unter der künstlerischen Leitung von Luzia Nistler widmet sich seit 2012 jedes Jahr einem klassischen Stoff in adaptierter Version. 2019 steht das Stück „Der Herr vom Amt“ auf dem Programm. Geschrieben hat es Susanne Felicitas Wolf, die sich dabei an Nikolai Gogols Komödie „Der Revisor“ angelehnt hat.

Geprobt wird derzeit in Wien und ab 16. Juli vor Ort in der Kellergasse Bromberg.

Der Inhalt: Wer ist der Herr, der seit kurzem beim Wigrinsdorfer Wirten in Wagerschwipsen logiert? Skepsis macht sich breit, schließlich haben es sich der Bürgermeister und seine engsten Freunde, der Baumeister, der Polizeihauptmann und ein junger Jurist samt zugehöriger Damen recht fein gerichtet. Das Leben könnte so gemütlich dahinlaufen, wäre da nicht ein Brief hereingeflattert, der einen Herrn vom Amt ankündigt. Und dann ist da eben noch besagter Herr, den niemand kennt. Könnte er derjenige sein?

Die Wigrinsdorfer entwickeln so ihre eigenen Methoden, um sich mit dem unbekannten Fremden gut zu stellen und die amtliche Inspektion möglichst zu unterlaufen.

„Dass Menschen käuflich sind, ist allgegenwärtig. Droht die Gefahr, dass sich diese Verstrickungen entlarven, zeigt sich die Bereitschaft zu Vertuschung und dies sind dankbare Bausteine für Komödien“, erklärt Luzia Nistler.