Kinderimpfungen in Niederösterreich erfolgreich angelaufen

Bundeskanzler Alexander Schallenberg, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Landes-Impfkoordinator Christof Chwojka besuchten die Kinderimpflinie im Landesimpfzentrum Tulln.

Erstellt am 01. Dezember 2021 | 17:15
Lesezeit: 2 Min

Niederösterreich belegt im bundesweiten Impf-Ranking hinter dem Burgenland Platz 2, was die Impfung von Fünf- bis Elfjährigen angeht übernimmt das Land eine Vorreiterrolle.

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"In den ersten fünf Tagen konnten bereits mehr als 14.000 Kinder dieser Altersgruppe geimpft werden, mehr als 16.000 haben einen fixen Impftermin", berichtete Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bei einem Lokalaugenschein im Landesimpfzentrum Tulln, "die Richtung stimmt. Wir haben hier selbst erlebt, wie glücklich Kinder sind, wenn sie hinausgehen."

Und Kinder seien auch die besten "Mundfunker", wenn sie dann in den Kindergärten und Schulen von ihrer positiven Erfahrung berichten.

Auf Impfstraßen aus der Pandemie

"Die Impfstraßen sind unsere Autobahnen aus dieser Pandemie", betonte Bundeskanzler Alexander Schallenberg. Er wäre zwar lieber der Bundeskanzler, der das Ende dieser Pandemie verkündet, "aber noch sind wir nicht so weit. Meine Bitte an Sie alle daher: Gehen Sie impfen und schützen Sie Ihre Mitmenschen."

Weiters appellierte er, auch die nächste Generation zu schützen: "Es wird keine Impfpflicht für Kinder geben, aber gehen Sie bitte zu Ihrem Kinderarzt und informieren Sie sich. Es gibt mehr als genug gute Gründe, auch unsere Jüngsten mit der Impfung zu schützen." Und es gebe keine Garantie dafür, dass Kinder keinen schweren Krankheitsverlauf haben können. 

150.000 Impfungen pro Woche

Möglichkeiten gibt es in Niederösterreich genug. Christof Chwojka, Impfkoordinator des Landes NÖ: "Wir impfen 150.000 Personen pro Woche. Unser Angebot ist so niederschwellig wie möglich, auch ohne Anmeldung." Neben den neun Landesimpfzentren wird auch in Impfbussen und in 600 niedergelassenen Ordinationen die Covid-19-Impfung angeboten.

Sowohl Schallenberg als auch Mikl-Leitner und Chwojka appellierten an all jene, die noch zögern, den Wissenschaftern und Medizinern zu vertrauen und die Angebote zu nutzen. 

Öffnungen in Sichtweite

Eine weiterer Lichtblick neben der Möglichkeit, jetzt auch Kinder impfen zu lassen, ist ein mögliches Ende des Lockdowns. "Wir haben das Ziel, am 12. Dezember so weit als möglich zu öffnen. Es wird Schritte geben", stellte der Bundeskanzler in Aussicht. Dabei müsse man aber berücksichtigen, dass auch die Omikron-Variante in Österreich angekommen sei.

"Es gilt die Impfrate so schnell als möglich weiter hinaufzuschrauben. Impfen, impfen, testen, testen und an die Maßnahmen halten, dann können wir uns auf Weihnachten im kleineren Rahmen freuen“, sagte dazu die Landeshauptfrau und: "Es braucht rechtzeitige Entscheidungen, damit sich Handel, Gastronomie, Hotelerie und körpernahe Dienstleister auch auf eine Öffnung vorbereiten können."

Die für Februar 2022 angekündigte Impfpflicht für Erwachsene bezeichnete Schallenberg als "schwierigen, aber notwendigen Schritt, um aus dieser Pandemie herauszukommen."