Kleines Dorf ganz groß. Gefeiert wurde u.a. mit Konzerten und der Präsentation eines Dorfportraits in Buchform. Hauptorganisator Bernhard Heinl erhielt eine spezielle Ehrenbürgerschaft.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 05. September 2019 (03:50)

Die Michelhausener Katastralgemeinde steht ganz im Zeichen der 800-Jahr-Feierlichkeiten. Fazit: Es ist beeindruckend, was ein 500-Einwohner-Ort auf die Beine stellen kann!

Bestes Beispiel sind Elfriede Eichinger, Anna Wegl, Franz Josef und Walter Ganser, die in tausenden freiwillig und unentgeltlich geleisteten Stunden mit Unterstützung von Historiker Richard Hübl ein imposantes Dorfportrait in Buchform gestalteten, das nun offiziell präsentiert wurde. Franz Josef Ganser hielt dafür etwa jedes Haus in Rust mit seinen aktuellen Bewohnern fotografisch fest. „Es hat Spaß gemacht“, schmunzelte der Grafiker, „das letzte Mal war ich als Ratscher Bub in jedem Haus.“

Mastermind und Hauptorganisator der Feierlichkeiten war geschäftsführender Gemeinderat Bernhard Heinl, der betonte: „Es sind so viele Talente in Rust zu Hause und alle bringen sich ein. Und der wunderschöne Nebeneffekt des Jubiläums ist, das das Gefühl der Zusammengehörigkeit gestärkt wird.“

Besonders dankte er den eingangs erwähnten Buchautoren, Feuerwehrkommandant Anton Aichinger (der Festbetrieb, 135 Jahre FF Rust und vieles mehr bewältigte) und Joe Figl, der „als Mann fürs Grobe“ alle handwerklichen Tätigkeiten organisierte oder gleich selbst erledigte. Figl wiederum überreichte Heinl als Dank für dessen Einsatz eine „unwiderrufliche Ehrenbürgerschaft“ ausgestellt von „Leopold, Herzog von Österreich…“

Auch Bürgermeister Rudi Friewald weiß, was Rust so besonders macht: „Es sind die Menschen, dieser Teamgeist!“ An den berühmtesten Ruster „Leopold Figl als großes Vorbild für uns alle bis in die Zukunft hinein“ erinnerte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, die dem Ort wünschte: „Mögen die Geschicke weiter so laufen.“