Müll „pendelt“ aus. Gemeindeverband errichtet interkommunales Gemeindesammelzentrum in Absdorf – auch für die Königsbrunner.

Von Günter Rapp. Erstellt am 22. September 2018 (03:23)
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Symbolbild

Keine Einstimmigkeit beim Beschluss des Gemeinderates, die Marktgemeinde Königsbrunn an das interkommunale Gemeindesammelzentrum in Absdorf anzugliedern. Und das, obwohl Katharina Hauser als Geschäftsführerin des Gemeindeverbandes für Abfallbeseitigung in der Region Tulln versucht hatte, alle Mandatare vom Sinn einer solchen gemeindeübergreifenden Einrichtung zu überzeugen.

Klar gegen die interkommunale Einrichtung sprach sich Werner Leuthner (KLuG) aus: „In Königsbrunn sind alle Leute dagegen.“ Ihm widersprach Franz Ehmoser (ÖVP): „Ich habe auch mit den Königsbrunnern gesprochen, aber die sind alle positiv eingestellt.“

„In Königsbrunn sind alle Leute dagegen“

Ergänzend warf Leopold Bauer (ÖVP) eine Frage ein: „Was machen die älteren Mitbürger, die bisher mit ihrem Schiebekarren zum Strauchsammelplatz gefahren sind?“ Dazu Vizebürgermeister Josef Schwanzer (ÖVP): „Könnte der Strauchsammelplatz nicht doch in Königsbrunn bleiben?“ Das wurde von Geschäftsführerin Hauser klar verneint.

Bei der von Bürgermeister Franz Stöger beantragten Abstimmung sprachen sich neun Mandatare dafür aus, zwei enthielten sich der Stimme. Klar dagegen waren Werner Leuthner, Leopold Pichler (SPÖ) und Karl Grill (ÖVP). Nachsatz von KLuG-Mandatar Leuthner: „Jetzt müssen wir den Leuten erklären, warum noch mehr ausgegliedert wird.“

Einstimmigkeit herrschte dagegen bei der Förderung für die Renovierung der Kapelle in Hippersdorf. Vom Verschönerungsverein ist die Außenrenovierung durchgeführt worden. Für die Malerarbeiten im Inneren des Gotteshauses übernehmen die Feuerwehr und der Verschönerungsverein Hippersdorf jeweils 400 Euro. Den Restbetrag schießt die Marktgemeinde Königsbrunn zu. Bürgermeister Franz Stöger: „Schließlich gehört die Kapelle der Gemeinde und die muss für die Erhaltung aufkommen.“