Weinbauverein lud zur Jahreshauptversammlung. Weinbauverein Karl Stockinger und Gerti Buder traten in Ruhestand. Heuriger Buder wird weitergeführt, Römerkeller geschlossen.

Von Monika Gutscher. Erstellt am 19. März 2020 (03:37)
Dieses Foto entstand vor der Coronakrise: Karl Müllner, Obfrau Gabriela Nagl-Neuhold, Kassier Markus Buder, Gerti Buder, Weinbaubezirksobmann Josef Nagl, Schriftführerin-Stv. Maria Nagl, Friedrich Vock, Karl Stockinger und Pfarrer i. R. Franz Großhagauer bei der Jahreshauptversammlung des Königstettner Weinbauvereines.
Gutscher

Der Weinbauverein Königstetten lud zur Jahreshauptversammlung im Gasthaus Radlherr in Hainbuch. Obfrau Gabriela Nagl-Neuhold berichtete über die schriftlichen Werbemaßnahmen, wie etwa der Heurigenkalender, zeigte den neuen Weinort-Aufkleber und die Weinort-Servietten. Als Dank für ihr Bemühen rund um den Weinbauverein überreichte Nagl-Neuhold ein Zirbenkissen an Karl Stockinger (70) und Gerti Buder (60) für ihren Ruhestand.

Gemeinsam mit Birdlife und Obfrau-Stv. Gerald Hemmelmayer wurde ein neues Projekt gestartet: Es soll der Wiedehopf in unserer Region wieder angesiedelt werden. Dazu wurden Nistkasten gebaut und aufgestellt. Weinbaubezirksobmann Josef Nagl berichtete über die Herausforderung „DAC Wagram“. Seit 20 Jahren ist nun Königstetten und Klosterneuburg ein Teil des Weinbaugebietes Wagram. Aufgrund der zwei recht unterschiedliche Zonen und der unterschiedlichen Vermarktung gibt es verschiedene Probleme. Dazu sagte Josef Nagl: „Weinbaupolitik ist was eigenes.“

Die Nachteile von Biowein-Produktion

Vor zwei Jahren wurde die „Großlage Tullnerfeld“ initiiert, auch eine Gebietshomepage soll gemacht werden. Bürgermeister Roland Nagl betonte in seiner Rede, dass „wir mit unserer kleinen Lage unseren Platz finden müssen, und durch die Heurigenkultur sehr nahe am Konsumenten sind.“

Durch Königstettens Struktur wird kein „Biowein“ produziert. „Dadurch werde man bei einigen Prämierungen ausgeschlossen“, informierte Gabriela Nagl-Neuhold. Jedoch waren sich Königstettens Winzer einig, auch keinen Biowein produzieren zu wollen. Josef Nagl erläuterte die Situation: „Beim Bioweinbau dürfen vier Kilogramm Kupfer pro Hektar und Jahr ausgebracht werden. Der Boden baut allerdings pro Jahr nur ein Kilogramm Kupfer ab. Somit ist der Boden nach ein paar Jahren Sondermüll.“

Weiters wies der Weinbaubezirksobmann auf die massive Mäuseinvasion hin: „Entweder hoffen wir auf viel Starkregen oder wir bringen Giftweizen aus.“ Abschließend forderte die Obfrau auf, an den Aktivitäten des Bezirksweinbauverbandes Tullnerfeld teilzunehmen.