Achtung, Mühlwiese!. Wolfgang Stritzl über die derzeit „gefährliche“ Mühlwiese.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 04. März 2014 (23:59)
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Leute, die am Tullner Fußballplatz vorbei fahren, wundern sich. Gewundert hat sich etwa Karl Lamp. Er hat mit Würmla ein Testspiel in der Rosenstadt ausgetragen, war sich, als sein Blick auf das umgegrabene Keiblinger-Stadion fiel, aber nicht mehr so sicher. „Wo spielen wir denn?“, fragte er bei seinem Tullner Trainerkollegen nach.

Es herrscht so etwas wie Endzeitstimmung am Tullner Fußballplatz. Die Tribüne versprüht Ostblock-Charme. Zuschauer werden dort aber kaum noch sitzen. Denn am alten Hauptspielfeld wird – frühestens in einem halben Jahr – nur noch trainiert. Bis dahin weicht der FCT mit dem Großteil seiner acht Nachwuchs- und zwei Erwachsenenteams auf die Mühlwiese aus. Dorthin, wo zu Messe-Zeiten Autos parken. Wo der Boden trotz frühlingshaften Temperaturen pickelhart ist.

Die Stadtgemeinde hat eine Arbeitsgruppe „Sportplatz“ ins Leben gerufen. Von einer 90-Grad-Drehung der Mühlwiese, die dann Platz für zwei Spielfelder bieten könnte, ist die Rede. Aber auch davon, dass ein Fußball-Platz in West-Ost-Richtung nicht sein darf … Am dringlichsten ist eine Entschärfung der Mühlwiese. Wenn darauf alle Kinder zu trainieren beginnen, haben sie sich zumutbare Bodenverhältnisse verdient. Der Kreuzbandriss von Dennis Richter, den Trainer Eberhardt auf den Boden zurück führt, ist eine schwere Verletzung zuviel.