Erstellt am 15. August 2018, 02:58

von Thomas Peischl

Bitte einen Gang runterschalten. Thomas Peischl über mögliche Konflikte auf der Tullner Donaulände.

Kennen Sie den Elvis Presley-Klassiker „Walk a Mile in My Shoes“? Den Refrain sollte man sich vor jeder sich anbahnenden heftigen Debatte vergegenwärtigen. Sinngemäß wird empfohlen, sich in den anderen hineinzuversetzen, bevor man ihn beschimpft, beleidigt, kritisiert oder beschuldigt.

Abgesehen davon, dass diese Kulturtechnik in den „sozialen“ Medien eher als No-Go gesehen wird, empfiehlt sie sich beispielsweise für mögliche Konflikte auf der Tullner Donaulände und allen anderen gemischt genutzten Verkehrsflächen.

Rennradfahrer und Turbo-E-Biker schalten freiwillig einen oder mehrere Gänge zurück, wenn sie daran denken, wie es ist, zu Fuß mit Kindern und/oder Hund(en) unterwegs zu sein. Eltern erklären ihren Kindern im Gegenzug von klein auf, dass sie nicht alleine auf dem Weg sind und auch aufpassen müssen. Frauchen und Herrchen nehmen ihre vierbeinigen Lieblinge an die kurze Leine, wenn sie sich nähernde Radfahrer(gruppen) sehen.

Das Ego zurücknehmen und einmal durch die Augen des anderen schauen, schön wär‘s.