Da helfen nur noch Legenden. Über den Zwentendorfer Gemeinderat.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 26. Februar 2020 (03:34)

Die konstituierende Sitzung des Zwentendorfer Gemeinderats velief holprig. Bei der Wahl war die FPÖ nicht mehr angetreten. Die ÖVP errang das frei werdende Mandat und hält jetzt acht Sitze. Die SPÖ behielt 14 Mandate, NEOS wurde von der Ein-Mann- zur Eine-Frau-Fraktion.

Die ÖVP nahm ihren Achtungserfolg zum Anlass, nicht nur mehr geschäftsführende Gemeinderäte, sondern auch einen zweiten Vizebürgermeister zu fordern. Eine Forderung, die eine 60-Prozent-SPÖ annehmen kann, aber nicht muss. Schließlich kann selbst die solideste Mehrheit bei taktischen Fehlern rasch zum Mitbewerber wandern (siehe Absdorf).

Die ÖVP nahm die Ablehnung alles andere als gelassen: Der Großteil der Mandatare verweigerte SPÖ-Bürgermeisterin Török bei deren Wahl die Stimme. Der vereinbarte gemeinsame Heurigenbesuch fiel aus.

In diesem Klima können wohl nur noch die lebenden Parteilegenden Häupl und Pröll helfen: als Experten für fraktionsübergreifende Heurigenbesuche.