Das Experiment ist geglückt. Über 30 Jahre Hebebühne in Tulln.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 19. Juni 2019 (03:52)

1989 wurde der „Verein zur Förderung der sozialen Kommunikation und Integration – Hebebühne“ in Tulln als Experiment der Arbeitsmarktpolitik gegründet. Den langen, sperrigen ersten Teil des Namens kann man sich mittlerweile sparen, in 30 Jahren ist die Hebebühne zum Begriff geworden. Sie ist eine dieser „Schade, dass wir sie brauchen, aber gut, dass es sie gibt“-Einrichtungen.

Natürlich denkt man als arbeitender Mensch in stressigen Zeiten manchmal „Jetzt einmal ein paar Wochen gar nichts tun müssen, das wär schön …“ Aber wenn aus dem „müssen“ ein unverschuldetes „können“ oder „dürfen“ wird? Zu alt, zu teuer, überqualifiziert … die Ursachen sind vielfältig.

Dann sinken Selbstwertgefühl und Lebensqualität rapide. Je länger der Zustand andauert, desto schwieriger wird es auch für den motiviertesten Arbeitssuchenden, sich selbst aufzurichten. Hier kommt die Hebebühne ins Spiel, seit 30 Jahren und leider/hoffentlich auch noch in vielen Jahren.