Die können miteinander. Über die erste öffentliche NÖN-Podiumsdiskussion.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 22. Januar 2020 (03:00)

Tulln hat aktuell keinen echten Spaltpilz. Es gibt also kein Thema, dessen bloße Erwähnung genügt, um die Gemeinderatsfraktionen umgehend in eine heiße Debatte zu verwickeln.

War die erste öffentliche Podiumsdiskussion, die die Tullner NÖN im Florahofsaal veranstaltete, deshalb langweilig? Keineswegs. Themen, die die Stadt beschäftigen, gibt es ja reichlich, vom Sparpotenzial bis zur geplanten Entwicklung mit der Strategie 2030.

Die Debatte verlief sachlich und kultiviert, Untergriffe und Tiefschläge blieben aus. In manchem ist man sich einig
(Experten für Baubeirat), in anderen Dingen, wie der Forderung nach leistbaren Wohnungen, sind die Ansätze unterschiedlich. Trotzdem bekam man den Eindruck: Die können miteinander, egal wie die Wahl ausgeht - da ist Zusammenarbeit möglich.

Interessant auch das Fazit eines Publikumsgastes, der keiner Partei nahesteht: „Die sind ja eigentlich alle ganz sympathisch rüber gekommen.“