Ein Wahl-Krimi um Jamaica. Über die Gemeinderatswahl in St. Andrä-Wördern.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 18. September 2019 (03:32)

Gemeinderatswahlen sind die direkteste Form der Demokratie. Hier hat tatsächlich jede einzelne Stimme Gewicht, je kleiner die Gemeinde desto mehr. Und nirgendwo wird bis 26. Jänner 2020 mehr um jede einzelne Stimme gerungen als in St. Andrä-Wördern.

Die Jamaica-Koalition aus ÖVP, Grünen und Bürgerliste bringt in Summe (!) exakt 50 Prozent auf die Waage. Eine einzige nicht gehobene Hand kann die wackelige Mehrheit jederzeit kippen. Manches mag gelungen sein, aber das wichtigste und größte Vorhaben, am Sportplatz ein neues Ortszentrum zu schaffen, ist grandios gescheitert. Letzteres nicht zuletzt dank einer noch immer frustrierten SPÖ, der es 2015 trotz relativer Stimmenmehrheit nicht gelang, den Bürgermeister zu stellen. Sie torpedierte das Projekt genauso, wie der in FPÖ und Liste NÖ gespaltene rechte Flügel im Gemeinderat.

Wofür die Wähler hier votieren, und wer im Jänner noch oder wieder mit wem kann, das ist ein echter Wahl-Krimi.