Er hat alles richtig gemacht. Wolfgang Stritzl über eine neue Zeitrechnung beim SV Würmla.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 30. Januar 2014 (23:59)
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Mit Tournee-Gesamtsieger Thomas Diethart ist ein neuer Stern am Skispringer-Himmel aufgegangen. Über einen großartigen Erfolg jubelt auch Lucas Miedler. Der Muckendorfer gewann in Australien seinen ersten Grand-Slam-Titel.

Vergleiche zu Nikolaus Moser tun sich auf. Der Tullner war vor mehr als fünf Jahren der letzte Österreicher gewesen, der den Junioren-Bewerb eines Grand-Slam-Turniers gewonnen hat (US Open).

Moser haben seitdem viele Verletzungen immer wieder aus der Bahn geworfen. Der Durchbruch ist ihm noch nicht gelungen. Sein Beispiel zeigt, wie verdammt schwer es ist, den Sprung von den Junioren ins Profi-Geschäft zu schaffen. Tennis ist eine Weltsportart, jedes Jahr drängen viele 18-Jährige nach. Die Dichte ist enorm.

Was Miedler von Moser unterscheidet ist, dass Miedler nach Ende der Schulpflicht vom Gymnasium abgegangen ist. Er setzte alles auf eine Karte. „Wenn es nicht gut geht, steht Luci ohne Ausbildung da“, warnten Skeptiker damals.

Der Erfolg gibt Miedler aber recht. Ein Grand-Slam-Gewinner hat ausgesorgt, findet im Tennis immer einen Job. Dabei gibt es für Luci noch keinen Grund, an die Zeit danach zu denken. Seine Karriere hat noch gar nicht richtig begonnen. Wenn es nur halbwegs so weiter geht, dann hat er alles richtig gemacht!