Gold verloren? Silber gewonnen!. Wolfgang Stritzl über Olympiamedaillengewinner Thomas Diethart.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 18. Februar 2014 (23:59)
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Die Olympischen Spiele sind der Höhepunkt jedes Weltklassesportlers. Viele trainieren ein Leben lang auf den einen Moment hin. Jeder versucht, sich punktgenau in Form zu bringen. Aber selbst, wenn man bei seinem Auftritt dann alles aus sich heraus holt, kann das unter Umständen nicht genug sein.

Bei Freiluftsportarten können diese Umstände das Wetter sein. Die Verhältnisse ändern sich von einem Athleten zum nächsten oft blitzartig. Besonders unfair geht es im Skispringen zu. Auf der Großschanze etwa bekam Maciej Kot bei seinem Sprung 10,6 Windpunkte gutgeschrieben, dem fünften Springer nach ihm (Daiki Ito) wurden 10,9 abgezogen …

Gute Verlierer meckern nicht, wenn sie Pech in der Windlotterie haben. Aber wenn eine technische Panne hinzu kommt, die dazu führt, dass die Anlaufspur langsamer wird und vier Weltklassespringer hintereinander nicht ins Finale kommen, ist der Ärger verständlich. Prominentes Opfer war leider auch Tournee-Gesamtsieger Thomas Diethart.

Es zeichnet Weltklassesportler aus, nach einer Enttäuschung so stark zurück zu kommen. Im Teambewerb führte der Michelhausner Österreich zur Silbernen. Ein riesiger Erfolg, den man trotz der zehn österreichischen Mannschaftstitel in Folge nicht schlechtreden darf!