Gute Lehrer sind nicht zu bremsen. Thomas Peischl über den Start ins Schuljahr 2017/2018.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 06. September 2017 (05:04)

Mit einem Kind in der Volksschule und einem in der Unterstufe bekommt man schon einen kleinen Einblick in den aktuellen Stand unseres Bildungssystems. Keine Angst, jetzt kommen keine pseudoklugen Ratschläge, wie man alles besser machen könnte. Da haben klügere Menschen schon zu viele Worte verloren (im wahrsten Sinne des Wortes), ohne etwas zu bewirken.

Was der kleine Einblick zeigt, ist, dass gute Lehrer nicht zu bremsen sind. Egal welche Hindernisse ihnen vom System, von Eltern, Kollegen oder Kindern in den Weg gestellt werden: Sie finden einen Weg, Unterricht spannend zu gestalten und der Mehrheit der Klasse, selbst gegen Widerstände, Spaß am Lernen zu vermitteln. Es gibt ja nichts Dümmeres, als in Zusammenhang mit Schule vom „Ernst des Lebens“ zu sprechen.

Das Schönste aber ist, dass diese Lehrer akzeptieren, dass Schüler, Eltern und auch sie selbst nur Menschen sind. Wenn dann am Ende des Systems keine Karriereroboter, sondern mündige, selbstständig denkende junge Erwachsene stehen, ist das ihr Verdienst.