Harte Nuss für Mediatoren. Thomas Peischl über die verfahrene Situation in Zeiselmauer-Wolfpassing.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 12. Juli 2017 (05:49)

Wenn man Gemeindepoltitik 20 Jahre lang aufmerksam beobachtet, erlebt man so Manches. Da gibt es wechselnde Bündnisse ja sogar politische Freunde, die zu Feinden werden (und umgekehrt), irgendwann glaubt man, alles gesehen zu haben … aber dann kam Zeiselmauer-Wolfpassing.

Erst steigt die ÖVP aus der Koalition mit der SPÖ aus, um in einem Dreier-Bündnis mit Liste Aktiv und Grünen den Bürgermeister zu stellen. So weit ist das taktisch nachvollziehbar. Dann nützt Schwarz den Bürgermeister-Bonus aus und legt bei Neu- und regulären Wahlen zu. Aber dann? Irgendwann beginnt es rund um das Projekt „Alte Volksschule Wolfpassing“ zu kriseln. Aus der Krise wird ein offen ausgetragener Konflikt in dem ehemaligen Dreier-Bündnis, in dem mittlerweile (fast) alle gegen die One-Man-Show Edi Roch Sturm laufen.

Die SPÖ hält sich nobel zurück. Warum sollte sie auch eingreifen, wenn alle anderen dabei sind, sich selbst aufzureiben. Die Lösung des Konflikts ist eine harte Nuss, an der sich nicht involvierte professionelle Mediatoren versuchen sollten.