Erstellt am 11. Januar 2017, 05:40

von Thomas Peischl

Kein Klimawandel in der Stadt Tulln. Thomas Peischl über die winterliche Front zwischen TVP und TOP.

Zeit für ein wenig Politnostalgie: Können Sie sich erinnern? Anno 2011, da wurde Tulln von einer TVP-TOP-Koalition regiert. Zwischen schwarze Absolute und kleine Bürgerliste passte kaum ein Blatt Papier. Heute ist der Abstand zwischen den beiden so groß, dass bequem eine ganze Bibliothek dazwischen passt. Schon 2016 war geprägt von frostigem Gesprächsklima und mehrfachem Schlagabtausch. 2017 wird das, wie Sie auf Seite 9 lesen können, nahtlos fortgesetzt. Ein politischer Klimawandel findet in Tulln offenbar nicht so bald statt. Im kalten Politkrieg wird jetzt höchstens schwarz-rot gekuschelt.

Bürgermeister Peter Eisenschenk hält sich raffiniert aus den Disputen heraus. Angriff und Verteidigung gegen TOP erfolgen meist durch Fraktionsobmann Peter Höckner, manchmal auch durch Vizebürgermeister Harald Schinnerl. Stadtrat Ludwig Buchinger (er verkörpert seine Liste und nur er spricht für TOP) wiederum ist mit vielen Wassern gewaschen. Er weiß genau, warum er seine Attacken auch weiterhin direkt gegen den Bürgermeister reitet und versucht, ihm den (Vorsicht Wortwitz!) Schwarzen Peter unterzujubeln.