Bis einer weint muss nicht sein. Über Laser- Messungen im Straßenverkehr.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 05. August 2020 (03:52)

In Tulln kommen jetzt in neun Straßen abwechselnd zwei Geschwindigkeitsmessgeräte zum Einsatz. Am Wochenende setzte die Polizei am Riederberg und am Exelberg mit mobilen Geräten Schwerpunkte.

Bei den stationären Messungen erwies sich die 30er-Zone in der Langenlebarner Straße als Hotspot. Hier wurden Lenker sogar mehrfach am selben Tag „geblitzt“. Am Riederberg raste ein Ferrari-Pilot mit 138 km/h durch die 70er-Zone.

Kennen Sie den beliebten Elternspruch, wenn Kinder immer wilder toben? „Bis einer weint!“ Über Strafen aus der stark befahrenen 30er-Zone wird so manche Wut-Träne geflossen sein. Der Ferrari-Raser, der seinen Führerschein los ist, wird die eine oder andere Träne zerdrücken, weil sein Bolide in der Garage bleiben muss.

Aber all das ist nichts im Vergleich dazu, wenn viele weinen. Nicht, weil es geblitzt, sondern weil es gekracht hat und beim Unfall der Lenker selbst und Unschuldige verletzt oder gar getötet wurden.