Erstellt am 29. Dezember 2016, 05:10

von Wolfgang Stritzl

Das war eine Sternstunde.

Tullns Handballer erinnerten an glanzvolle Tage. Der sensationelle 29:22-Kantersieg im Cup gegen HLA-Verein Leoben war eine Sternstunde. Der Erfolg hätte sogar noch höher ausfallen können: In den ersten 43 Minuten kassierte Tulln nur zwölf (!) Tore und machte selbst um zehn mehr als der Gegner.

Tulln ist keine „normale“ Landesliga-Mannschaft, sondern gespickt mit Ex-HLA-Spielern, die ihre erfolgreiche Karriere dort ausklingen lassen, wo sie sie begonnen haben. Von ihrer Klasse und Routine können die eigenen Talente nur profitieren. Oliver Nikic, der es ins Nationalteam des 2000er-Jahrgangs geschafft hat, und Maximilian Wolffhardt sind längst Leistungsträger ihrer Mannschaft.

Sie zu halten, wird nur gelingen, wenn der Verein auf schnellstmöglichem Weg aus der Landesliga aufsteigt. Das ist leichter gesagt, als getan: Denn Meister zu werden ist generell schwerer, als die nächst-höhere Liga zu halten. Im Fall von Tulln sogar schwerer, als zwei Ligen darüber den Klassenerhalt zu schaffen. Denn dass man auch in der Bundesliga eine gute Rolle spielen würde, hat Tulln mit den gewonnenen Cup-Spielen gegen einen Bundes- und HLA-Verein bewiesen. Und trotzdem steht Tulln in der Landesliga nur auf dem zweiten Tabellenplatz. Das Remis gegen Korneuburg drei Tage vor der Cup-Sensation macht das Play-Off verdammt schwierig. Tulln wird jedes Spiel gewinnen müssen!