Der Bund für den Bezirk. Über Doris Hahn als Vizepräsidentin im Bundesrat.

Von Claudia Wagner. Erstellt am 30. Dezember 2020 (03:31)

Es ist ein ungeschriebenes Gesetz: Den kleinen Bruder muss man mitspielen lassen. In diesem Fall steht das sogar schwarz auf weiß in der Verfassung: Für die Gesetzgebung braucht der Nationalrat nämlich den Bundesrat, die zweite Kammer im Parlament.

Politisch spiegelt der Bundesrat die Landtage wieder, Bundesthemen treffen hier auf Regionalität. Niederösterreich – das Land stellt mit zwölf Mandataren die Höchstzahl – ist besonders prominent vertreten. Und ab 1. Jänner ist das auch der Bezirk Tulln. Die Königstetterin Doris Hahn (SPÖ) wird Vizepräsidentin in der Kammer.

Aus dem als ungeliebtes Stiefgeschwisterchen verrufenen Bundesrat wird eine Chance für Tulln und für die Partei, aufzuzeigen. Weder Land noch Bezirk sind rote Hochburgen, über die Zusammensetzung des Landtags allein kommt die SPÖ Niederösterreich im Bundesrat nicht zu Macht. Sehr wohl aber mit einer Vizepräsidentin aus den eigenen Reihen als Repräsentantin.