Einfach war das sicher nicht. Über Identität in Orten und Gemeinden.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 21. April 2021 (03:31)

Als 72er-Jahrgang bin ich genauso alt wie viele zusammengelegte Gemeinden im Bezirk. Dass diese Fusionen alles andere als einfach waren, zeigen die vielen Gespräche, die wir für unser „Darüber spricht Niederösterreich“ geführt haben.

Am besten nachvollziehen kann man es in dem Ort, in dem man aufgewachsen ist, in meinem Fall St. Andrä-Wördern, ganz konkret St. Andrä. Nein, das war nicht immer „wurscht“. Denn es gab durchaus auch noch die Wörderner, die Altenberger, die Greifensteiner, die Hadersfelder, die Hintersdorfer und die Kirchbacher. Manchmal war das auch wichtig, selbst wenn es halb im Spaß gesagt wurde. Jetzt lebe ich seit 15 Jahren in Langenrohr, da gibt es durchaus auch die Asparner, die Kronauer, die Langenschönbichler und die Neusiedler.

Aber als „Zuagrasta“ steht man da sowieso immer ein bisserl daneben. So ist das mit der gefühlsmäßigen Identität. Hut ab vor den Bürgermeistern, die das immer unter einen - nun ja - Hut bringen sollen.