Routine ist das noch lange nicht. Über Covid-19, das uns allen immer näher kommt.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 21. Oktober 2020 (03:57)

Glücklicherweise sind wir weit davon entfernt, dass jeder jemanden kennt, der an Corona verstorben ist. Mit positiv Getesteten oder Erkrankten sieht die Sache ganz anders aus. Dass der Umgang damit zur Routine geworden wäre, kann man trotzdem nicht behaupten.

Selbst erlebt: Ein positiv getestetes Kind in einer Schulklasse (lesen Sie den Erfahrungsbericht auf den Seiten 8/9) sorgt auch jetzt zumindest kurzfristig für Chaos. Nein, das ist kein Vorwurf an die Schule oder die Gesundheitsbehörde. Vertreter beider Einrichtungen waren sehr bemüht, die richtigen Entscheidungen zu treffen und zu informieren.

Andererseits wollten besorgte Eltern verständlicherweise rasch klare Ansagen zur weiteren Vorgangsweise. Was sie bekamen, waren teils unterschiedliche Informationen, die sich tageweise änderten. Warum? Weil es kein einfaches Regelhandbuch für dieses Virus gibt. Weil die ideal getaktete Quarantäne schwer zu finden ist und weil wir uns alle noch immer daran gewöhnen müssen, inmitten der größten Pandemie seit 100 Jahren zu leben.