Tulln braucht keinen Arzt. Über die Strategie Tulln 2030.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 16. September 2020 (03:55)

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Die Stadt braucht natürlich weiterhin Ärzte. Aber hier geht es um das legendäre Helmut-Schmidt-Zitat „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“.

Und Tulln hat gerade sehr viele Visionen. Spannende, mutige, realistische, fantastische, aber keine davon, egal ob von Experten, Politikern oder Bürgern, klingt so daneben, dass man geneigt wäre, deshalb einen Arztbesuch nahezulegen. In der laufenden Nachdenk- und Ausarbeitungsphase muss alles erlaubt sein. Andernfalls wäre die Tulln Strategie 2030 zum Scheitern verurteilt, lange bevor 2021 Beschlüsse zur Umsetzung gefasst werden.

Spannend klingt beispielsweise eine Lieblingsvision von Bürgermeister Eisenschenk: Die Transformation der Betonwüste zwischen Minoritenkloster und Donaulände in eine grüne Wohlfühloase. Da hängt sehr viel dran, nicht zuletzt ein neues Verkehrskonzept, das die dortigen Parkplätze obsolet macht. Aber wann soll Tulln so etwas schaffen, wenn nicht jetzt.