UHC braucht den „achten“ Mann. Wolfgang Stritzl über das vorletzte von zwei entscheidenden Heimspielen.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 23. Januar 2019 (02:55)

Tullns Handballer drängen in die Bundesliga. Am Samstag soll der nächste Schritt gesetzt werden: mit einem Sieg gegen HIB Graz. Die Steirer kommen mit vier Legionären aus Slowenien und Bosnien und einem Trainer aus Portugal. Es ist ein Gipfeltreffen. Beide Mannschaften sind in der Landesliga ungeschlagen. Tulln führt mit zehn Siegen aus zehn Spielen, Graz mit acht Siegen aus acht Partien die Tabelle an. Und beide haben das Regionalliga-Heimspiel gegen Fünfhaus gewonnen.

Eine Serie wird am Samstag reißen. Wenn es jene von Graz ist und Tulln tatsächlich den zwölften Sieg im zwölften Meisterschaftsspiel feiert, ist der UHC noch lange nicht durch. Sogar Fünfhaus, das derzeitige Schlusslicht, ist nicht chancenlos und muss seine Heimspiele „nur“ mit Plus-drei bzw. -fünf gewinnen – im Handballsport keine Welt. Und selbst wenn Tulln wie im Vorjahr das Finale der Regionalliga erreicht, ist der Aufstieg längst nicht fix. Denn dann droht das Duell mit Tirol, dem Dritten in der der italienischen Serie A2.

Eben weil es so knapp ist, braucht der UHC Tulln dringend die Unterstützung des Publikums. Der sprichwörtliche „achte Mann“ könnte den Ausschlag geben. Heimvorteil hat Tulln im besten Fall nur noch zwei Mal: am Samstag gegen Graz und dann erst wieder im Mai im Finale gegen den Sieger der Regionalliga-Gruppe West.