Wohnen muss darstellbar sein. Über Wohnbau im Tullnerfeld.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 24. Februar 2021 (03:19)

In Königstetten sammeln Anrainer Unterschriften gegen ein Wohnbauprojekt. Das ist auch verständlich, denn schon am Plan fügen sich die 44 Wohneinheiten nicht gerade harmonisch in das von Einfamilienhäusern geprägte Grätzl, in dem sie hochgezogen werden sollen.

Wirklich schlimm sind aber die dazugehörigen 88 Parkplätze, die ebenerdig geplant sind. Das Argument des Fortunabau-Vertreters gegen eine Tiefgarage: Diese lasse sich nicht wirtschaftlich darstellen.

Dieser Satz bringt das große Dilemma leistbarer moderner Wohnhausanlagen auf den Punkt. Wenn ein Projekt wohnlich gestaltet ist, also mit Grünanlagen, die dem Wohnraumvolumen angemessen sind, und einer ebensolchen Tiefgarage, dann wird es zu kostspielig. Soll heißen, die Wohnungen werden richtig teuer oder der Errichter verdient zu wenig damit.

Architekten und Planer des Tullnerfelds, vereinigt euch: Da muss es doch eine – wie es so schön heißt – „wirtschaftlich darstellbare“ Lösung geben!