Nach der Wahl ist vor der Wahl. Über den Startschuss in die Wahlkämpfe.

Von Claudia Wagner. Erstellt am 24. Juli 2019 (03:48)

Darf’s ein neuer Kreisverkehr sein, ein Öffi-Ticket zum Senioren-Sonderpreis oder leistbares Wohnen für alle? Der Wahlkampf ist angerichtet. Noch bevor leinwandgroße Plakate mit überdimensionalen Grinsern und ernsten Mienen die Straßen schmücken, bereiten die Parteien ihre (potenziellen) Wähler auf den Urnengang vor.

Oder besser gesagt: auf die Urnengänge – Nationalrat im September, Gemeinderat voraussichtlich im Jänner 2020. Klar im Vorteil ist, wer sich auf eine Wahl konzentrieren kann. Schon jetzt präsentieren die „Tullner ohne Parteibuch“ ihren neuen Spitzenkandidaten und läuten mit sommerlicher Fanfare den Wahlkampf für die Gemeinderatswahl ein. Ein kluger Schachzug, denn schließlich sind die Kollegen der Stadt-Parteien noch zwei Monate mit bundesweitem Werben für die Nationalratswahl abgelenkt. Auf Regionalität und lokale Persönlichkeiten hält die Liste ein Monopol – zumindest bis die anderen Parteien in das Gemeinderats-Rennen eintreten.