Rapid und die WESTbahn. Thomas Peischl über die Zugverbindungen vom Bahnhof Tullnerfeld.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 13. September 2017 (05:22)

Der Bahnhof Tullnerfeld und die private Westbahn leben eine On-Off-Beziehung. Zu Beginn bediente das Unternehmen unseren Halt, kurze Zeit später nicht mehr, dann doch und ab Dezember wieder nicht.

Knapp zwei Jahre lang war es jetzt beinahe egal, zu welcher Zeit man den Bahnhof nützen wollte: Es fuhr nahezu alle Viertelstunden ein Zug in Richtung Wien und auch einer in Richtung St. Pölten. Damit ist mit dem Dezember-Fahrplanwechsel wieder Schluss.

Als Privatunternehmen dürfte die WESTbahn (so die korrekte Schreibweise) noch einmal knallhart kalkuliert haben. Interessantes Ergebnis: Reguläre Stopps lohnen sich nicht, damit verdient man im Tullnerfeld zu wenig. Ein Geschäft ist hier offenbar nur mit Rapid-Anhängern zu machen. Kein Wunder: Bei Heimspielen der Grün-Weißen steigen gerne auch einmal um die 100 Fans im Regionalbahnhof ein. Dass die Privatbahn auf diesen Umsatz nicht verzichten will, ist nachvollziehbar.

Wenn Grün-Weiß zusteigt, wird also der Takt erhöht. Es heißt ja nicht umsonst Rapid-Viertelstunde.