Sandkunst, gar nicht banal. Über eine Irina Titova, die bald im Danubium auftritt.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 12. Februar 2020 (03:41)

Die Russin Irina Titova hat eine außergewöhnliche Kunstform für sich entdeckt: Aus natürlichem Sand erschafft sie auf hinterleuchteten Glasplatten Bilder, die dann auf Großbildleinwand projiziert werden. Einen Eindruck davon bekommen Sie in ihrem Tulln-Videotrailer auf tulln.NÖN.at. Im Danubium lädt sie mit „In 80 Bildern um die Welt“ zu ihrer eigenen Version von Jule Vernes fantastischer Romanreise ein.

Die Vergänglichkeit ihrer Werke – ein Wisch und es ist nur noch ein Häufchen Sand – bedauert Titova keineswegs, ganz im Gegenteil: Dadurch, dass das fertige Bild nur kurze Zeit zu sehen ist, sei der Betrachter gezwungen ganz im Moment zu leben. Weise Worte, die dazu animieren, nicht zu sehr an Vergangenem zu hängen und nicht ständig auf eine mögliche Zukunft hinzuarbeiten. Im Jetzt zu leben und der nächsten Generation trotzdem zu ermöglichen ihre eigenen Spuren zu hinterlassen, das wäre für unsere Gesellschaft nicht das schlechteste Modell.