Schiele hätte Verständnis. Über den Abriss der alten Volksschule in Tulln.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 14. August 2019 (03:18)

Die neue Egon Schiele Volksschule muss dringend erweitert werden. Dafür muss die benachbarte ehemalige Volksschule, die der weltberühmte Künstler tatsächlich besucht hatte, weichen. Jetzt werden immer mehr Stimmen laut: „Das kann man doch nicht machen, eines der ältesten Gebäude Tullns…“

Dabei tut die Stadt gut daran, eine Volksschule in Zentrumsnähe zu stärken. Damit steigen die Chancen, dass Tulln eine positive Entwicklung vorantreibt, die in immer mehr größeren Städten bereits zu erkennen ist. Dort wächst eine Generation heran, die in erster Linie auf die Öffis und das Fahrrad setzt und die Autos (sofern der Führerschein überhaupt noch ein Thema ist) nur mehr in Ausnahmefällen benützt. Ja, bei uns auf dem Land ist das noch schwer vorstellbar. Aber Tulln hat in Sachen Zentrumsstärkung schon in der Vergangenheit (Stichwort: Hauptplatz neu mit Tiefgarage) eine Vorreiterrolle eingenommen und schließlich war auch Egon Schiele als Künstler seiner Zeit weit voraus.