Spitzentanz ist Spitzensport. Über die heile Ballettwelt in Tulln.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 17. April 2019 (03:36)

Durch eine Reportage im Falter über Missstände in der Ballettschule der Wiener Staatsoper ist die Welt des Spitzentanzes in den Fokus gerückt. Als Laie ist man geneigt, vorschnell zu urteilen: „I hab‘ ja schon immer g‘wusst, dass des net g‘sund sein kann.“ Ein Blick in die beiden Tullner Ballettschulen zeigt, dass dem aber nicht so sein muss. Beide Leiterinnen bieten ihren Schützlingen einen behüteten Start in diese eigentlich wunderschöne Welt.

Mit fortschreitendem Können werden dann Training, Ernährung und Disziplin immer wichtiger, denn Spitzentanz ist Spitzensport, was leichtfüßig aussieht ist beinharte Belastung. Aber genausowenig wie ein Hobbyskiläufer mit Skischuhen, die ihm zwei Nummern zu klein sind, eine supersteile Eispiste hinunterrasen wird (wie Hirscher und Co), werden zu wenig geschulte Eleven auf Spitzenschuhe gestellt. Und wie Spitzenskifahrer ihre Rennschmerzen ertragen, sind Spitzentänzer nicht überrascht, wenn einmal Blut im Schuh sein sollte.