45 und kein bisschen müde. Über das Karriereende in einer 2. Klasse.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 22. Januar 2020 (01:30)

In der 2. Klasse Donau wird mitunter guter Fußball geboten. Dafür sorgen schon alleine ehemalige Klasse-Spieler, die im Spät-Herbst ihrer Karriere im Unterhaus auf Torjagd gehen.

Seit vielen Jahren prägt Amir Bradaric die Fußballlandschaft im Bezirk nachhaltig. Atzenbrugg und Sieghartskirchen hat er als Spieler und Trainer zu Meisterehren geführt. Den Titel peilt er im Frühjahr auch mit Grafenwörth, dem Herbstmeister der Gebietsliga NW-WV, an.

Als aktiver Kicker heuerte er beim SC Sitzenberg-Reidling an. Dort kommt es zum Wiedersehen mit Rudi Radanovic, einem früheren Wegbegleiter bei Sieghartskirchen und Atzenbrugg, wo beide Seite an Seite zwei Meistertitel in Folge feierten.

Bradaric hat in der 1. Bundesliga bei Rapid, Steyr, Salzburg und dem LASK gespielt, wo er zu Europacup-Einsätzen gegen Steaua Bukarest gekommen ist. Radanovic sammelte bei Gerasdorf Erfahrung in der 2. Liga. Beide gehören als Jahrgang 1974 zu den ältesten aktiven Spielern im Bezirk.

Das Alter ist aber nicht das entscheidende Kriterium. Die Frage ist nicht, ob jung oder alt. Sondern ob gut oder schlecht. Einem 2.-Klasse-Verein helfen Bradaric und Radanovic ohne Zweifel weiter. Von ehemaligen Profis können junge Spieler nur profitieren und lernen. An der Seite von Routiniers steigert sich auch der Rest der Mannschaft automatisch.