Abbruch wäre am besten. Über die fairste aller unfairen Lösungen.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 07. April 2021 (01:42)

Der NÖFV strich einen Tag im Kalender rot an. Den 18. April. Sollte bis dahin kein Training erlaubt sein – und Corona wird dies nicht zulassen, wird die Meisterschaft abgebrochen. So zumindest der Plan.

Eine faire Meisterschaft kann es in Zeiten von Corona nicht geben. Nicht fair ist sie zum Beispiel in der 1. Klasse NW. Dem abstiegsgefährdeten SV St. Andrä-Wördern fehlen nur noch vier Spiele. Dem punktegleichen Tabellennachbarn Spillern doppelt so viele. Dem Letzten und Vorletzten immerhin sechs – damit zwei Gelegenheiten mehr, unter anderen Voraussetzungen den Rückstand wettzumachen. Denn es liegt eine Transferzeit dazwischen. Das Kräfteverhältnis hat sich im Winter geändert. Hinzu kommt, dass die in der Fremde sieglosen Wörderner in der Hinrunde mehr Auswärts- als Heimspiele bestreiten müssen.

Dass die Vereine so unterschiedlich viele Spiele ausgetragen haben, ist ein hausgemachtes Problem. Es war ein Fehler, den Klubs zu erlauben, bei oranger Corona-Ampel Heimspiele abzusagen.

Die fairste der unfairen Varianten ist ein Abbruch. Auch 19/20 sind Grafenwörth, Atzenbrugg und Rust um den Aufstieg umgefallen – und dabei unter faireren Bedingungen Herbstmeister geworden.