Das gibt viel Selbstvertrauen. Wolfgang Stritzl über den Staatsmeistertitel von Lucas Miedler.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 20. Februar 2019 (01:40)

Tennis-Österreich ist Tennis-Niederösterreich. Dominic Thiem ist Wiener Neustädter. Trotz dessen Absage für den Länderkampf gegen Chile und des Karriereendes des Zwettlers Andreas Haider-Maurer rekrutierte sich das Davis-Cup-Team noch immer aus drei Niederösterreichern: Dennis Novak (Wiener Neustadt), Jurij Rodionov (Matzen) und Oldboy Jürgen Melzer (Gänserndorf). Noch vor den Melzer-Brüdern Jürgen und Gerald findet man einen weiteren Niederösterreicher in der Weltrangliste: Lucas Miedler.

Seit Samstag ist der Muckendorfer (wieder) amtierender österreichischer Meister (in der Halle). Im Finale zwang er Österreichs große Zukunftshoffnung Jurij Rodionov in die Knie.

Der Drei-Satz-Erfolg gegen den so hoch eingeschätzten Rodionov sollte Miedler viel Selbstvertrauen geben. Der 22-Jährige hat heuer einen großen Schritt nach vorne gemacht, spielt aggressiver, möchte selbst agieren, statt nur zu reagieren.

Die Abwertung der Future-Turniere, die für Miedler einen Rückfall in der Weltrangliste um ca. 80 Plätze zur Folge hatte, macht es nicht einfacher. Die Luft ist extrem dünn, die Dichte bei Challenger-Turnieren enorm ausgeglichen. Oft geben nur Kleinigkeiten den Ausschlag über Sieg und Niederlage. Siege wie jene gegen Jurij Rodionov im Hinterkopf zu haben, könnten solche sein!