Die Handballer sind die Ersten. Über erste Öffnungsschritte im Tullner Sport.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 24. Februar 2021 (01:16)

Schulkinder müssen in den Turnstunden spazieren gehen. Die Sporthalle ist für den Unterricht gesperrt. Nicht aber für Nachwuchs-Handballer. Zumindest dann nicht, wenn sie um den Bundesmeistertitel kämpfen. Auch im Josef-Keiblinger-Stadion brennt schon wieder das Flutlicht. Zwar nicht für den FC Tulln, aber immerhin für das Individual-Training der Torwartakademie von Wolfram Gruna. Trainieren darf er nur einen Tormann – mit dem groß gewordenen Baby-Elefanten als Sicherheitsabstand dazwischen. Das, was Torhüter sonst so gerne machen, nämlich in ihre Handschuhe spucken, ist natürlich streng verboten.

Nicht jeder versteht, warum Fußballer im Freien keine kontaktlosen Passübungen machen dürfen. Warum Kinder in der Schule nicht sporteln dürfen, im Handball aber schon.

Der UHC macht die Regeln nicht, sondern hält sich daran. Und die Regeln sind streng. Sie sind praktisch dieselben, wie sie auch Weltklasse-Kanutin Viktoria Wolffhardt befolgen muss. Nur wenige Vereine wären in der Lage, die Auflagen und wöchentlich 120 Coronatests durch medizinisches Personal zu stemmen.

Neid ist also nicht angebracht. Sondern Freude über erste Öffnungsschritte.