Ein Hattrick mit Folgen. Über einen Spieler, der bei zwei Vereinen spielt.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 22. Mai 2019 (01:36)

Nicht nur Tulln hatte mit Mateo Vujica seinen Hattrick-Helden. Auch Absdorf. Djuradj Dobrijevic kam, sah und siegte. Er gewann das Spiel praktisch im Alleingang. Bei seinem ersten Einsatz für den SVA schoss er diesen gegen Lassee nach 2:4-Rückstand noch zum 5:4-Sieg.

In der Liga herrscht helle Aufregung. Denn Dobrijevic bestritt in der 2. Serbischen Liga 35 Spiele für FK Dobanovci. Seinen letzten Einsatz hatte er laut transfermarkt.at erst am 5. Mai.

Lassee legt Protest ein, hofft auf eine Strafverifizierung. Wohl vergeblich. Wird das Ergebnis beglaubigt – und danach sieht es laut erster Stellungnahme des NÖFV aus – wäre dies moralisch zu hinterfragen. Absdorf hat einen Spieler eingesetzt, der bei einem Verein im Ausland gemeldet ist. Ob der SVA tatsächlich nichts vom Doppelspiel des Serben gewusst hat, ist eigentlich unerheblich. Unwissen schützt vor Strafe nicht. Bestraft werden dürfte aber nur der Spieler (Sperre), nicht der Verein, der sich vorab grünes Licht vom Verband eingeholt hatte. Die Konkurrenz wundert sich. Djuradj Dobrijevic hätte nicht spielen dürfen. Aus moralischer Sicht zumindest. Das Regulativ sieht es freilich anders, da der Serbe offiziell Absdorf nie verlassen hat …

Dass Dobrijevic vermutlich nicht mehr eingesetzt werden darf, freut vielleicht Absdorfs kommende Gegner. Nicht aber den SC Lasse, der sich um drei Punkte betrogen fühlt.