Ein Sieg, der schmerzt. Über die Titelentscheidung in der Gebietsliga NW/WV.

Von Christoph Fassler. Erstellt am 15. Mai 2019 (01:55)

Der USC Grafenwörth zeigte gegen den Tabellenführer Schweiggers sein „wahres Gesicht“, gewann das Spitzenspiel zuhause 2:0. Dennoch sind die Gäste die großen Gewinner der Rückrunde. Sie lagen im Winter einen Punkt hinter, aktuell trotz der Niederlage noch immer fünf Punkte vor Grafenwörth.

Die Saison ist so gut wie entschieden. Schweiggers spielte bislang einfach zu konstant. Auch Grafenwörths Ballkünstler Christian Schragner ist Realist: „Dass Schweiggers zwei mal verliert, würde an ein Wunder grenzen.“ Schragner beißt schon im gesamten Frühjahr die Zähne zusammen, spielt trotz Bänderverletzung im Knöchel Woche für Woche, kämpft um den ersehnten, ersten Meistertitel seiner tollen Karriere. Im Nachhinein wäre eine Pause wohl doch die bessere Entscheidung gewesen.

Nach der fantastischen Hinrunde wurde die Mannschaft im Winter sogar noch mit Christoph Wieser, der in den letzten Wochen ausgezeichnete Leistungen abruft, verstärkt. An ihm lag es sicher nicht. Ein altes Fußballersprichwort besagt: Vorne gewinnt man Spiele, hinten eine Meisterschaft. In der Defensive konnte man in den entscheidenden Wochen die Ausfälle nicht verkraften. Schade, in drei Runden verspielte Grafenwörth die Saison. Die fußballerische Qualität wäre sicher da gewesen …