Erstellt am 18. Januar 2017, 05:13

von Wolfgang Stritzl

Erst das Play-Off ist spannend. Wolfgang Stritzl über den unattraktiven Modus der Eishockey-Eliteliga.

Tullns Eishockeymannschaft schlitterte nach vier Siegen in Folge zuletzt in fünf Niederlagen en suite. Am Freitag wird der Grunddurchgang mit dem Heimspiel gegen Stockerau abgeschlossen.

Nur vier Mannschaften haben sich gefunden, um in der Eliteliga gegeneinander anzutreten. Ausgetragen wird zunächst eine doppelte Hin- und Rückrunde. Tulln spielte in zweieinhalb Monaten gegen jede Mannschaft vier (!) Mal. Die Ergebnisse sind fast schon sekundär. Denn im Play-Off beginnt die Meisterschaft praktisch wieder von vorne. Im Grunddurchgang geht es nur um eine bessere Ausgangsposition für die k.o-Spiele, in denen die besser platzierte Mannschaft in einem eventuell entscheidenden dritten Duell der best-of-three-Serie zum zweiten Mal Heimvorteil hat.

Amstetten fehlen nach dem Grunddurchgang nur noch vier Siege zum Meistertitel. Die zwölf Spiele davor haben keinen Wert. Der aktuelle Austragungsmodus ist für die Zuschauer wenig attraktiv, da die Semifinalisten schon feststehen, noch ehe der erste Puck geschlagen wurde. Spannung kommt es erst im Play-Off auf. Aber bevor dieses beginnt, hat so mancher Fan schon die Lust am Zuschauen verloren.