Für die „Erste“ keine Option?. Über Ersatztormänner, die immer Ersatz bleiben.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 25. April 2019 (02:55)

Was haben Laa und Tulln gemeinsam? Dass nach dem Ausfall des Stammtorhüters nicht die etatmäßige Nummer zwei zwischen den Pfosten steht … Tulln hat für das Derby in Absdorf Zeljko Martinovic reaktiviert, Laa für das Auswärtsspiel in Tulln Thomas Weindl aus der „Pension“ zurück geholt.

Warum spielt nicht der Ersatztormann? Warum ist er wieder Ersatz für den Ersatz bzw. wie bei Laa in Tulln der Fall gewesen nicht einmal mehr das? Beim FCT stolperte der „Zweier“ über sein Nervenkostüm, bei Laa traute man diesem nicht zu, in einem Meisterschaftsspiel aufs Feld zu laufen.

Ein guter Ersatztormann ist ein wichtiger Bestandteil jeder Mannschaft. Er muss nicht gleichwertig mit der Nummer eins zu sein. Dies ist bei allen Vorteilen eines gesunden Konkurrenzkampfes oft gar nicht förderlich, weil der Trainer in die Versuchung kommen könnte, zu schnell seinen Goalie auszutauschen. Dies ist vor Jahren in Tulln passiert, als sich Andreas Herzog und Stephan Schön oft abwechselten – und wegen des mangelnden Vertrauens und der Angst vor Fehlern wiederholt patzten ...

Ein guter Ersatztormann sollte aber bedenkenlos in die Schlacht geworfen werden und Spiele entscheiden können. Wenn dies nicht der Fall ist, sollten sich sowohl der „Zweier“, der zum „Dreier“ wird, als auch der Verein hinterfragen.