Generationen-Wechsel. Über die stark verjüngten Tullner Handballer.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 08. Juli 2020 (02:12)

Der UHC Tulln hat seine Mannschaft wesentlich verjüngt. Das war auch überfällig. Die (im wahrsten Sinn des Wortes) alte Aufbaureihe war in die Jahre gekommen. Markus Wagesreiter, Andras Bozso & Co., welche sich ohne Zweifel riesengroße Verdienste um den UHC erworben haben und an die goldene Tullner Zeit mit drei Cupsiegen und Europacup-Teilnahmen erinnerten, hatten ein Ablaufdatum. Der neue Trainer Zeljko Gasperov steht für Tempo-Handball – und das ist mit einem 41- bzw. 38-Jährigen nicht möglich.

Es wurde ein zweites großes Problem behoben. Sieht man von Oliver Nikic ab, der aufgrund seiner Doppelspielberechtigung im Training gar nicht und in der Meisterschaft nur sehr eingeschränkt zur Verfügung stand und meist für Krems spielte, hatte Tulln keinen Werfer. Der ungarische Legionär Laszlo Kovacs war zu jung, klein und wurfschwach. Wenn Auslaufmodell Bozso, zwar trickreich, aber auch keine Wurfkanone, in vielen Spielen Topscorer war, spricht das Bände. Und Patrik Nagy versuchte es zu oft mit der Brechstange.

Mit Patrick Gasperov und 2,02-Meter-Mann Emir Djulovic verfügt der UHC Tulln endlich über Waffen aus dem Rückraum, die der Mannschaft (ohne Nikic) so sehr abgegangen sind. Mit ihnen sollte es möglich sein, nicht wieder gegen den Abstieg spielen zu müssen.