Im Sinne der Fairness. Über die vergangene Fußball-Rumpfrunde.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 21. Oktober 2020 (01:34)

Nur fünf Fußballspiele mit Bezirksbeteiligung fanden am vergangenen Wochenende statt. 16 wären geplant gewesen. Vordergründiger Grund für die Absagen war aber nicht das Corona-Virus, sondern das Wetter.

Im Tullner Bezirk steht die Corona-Ampel seit Freitag, fußballtechnisch seit Montag auf Orange. Am kommenden Wochenende stattfindende Heimspiele können ebenso abgesagt werden wie Auswärtspartien in „orangen“ Gebieten.

Die Liste an nachzutragenden Spielen wird also länger werden. Dem Vernehmen nach soll mitunter bis kurz vor Weihnachten gespielt werden. Und das Leder ab 13./14. Februar wieder rollen, um an fünf Ersatzterminen im „Frühjahr“ die versäumten Spiele vom Herbst nachzuholen. So der Versuch des Verbands, die Saison irgendwie zu retten.

Wenn die Hinrunde tatsächlich erst im nächsten Jahr zu Ende gebracht wird, wäre dies eine Wettbewerbsverzerrung. Denn es liegt eine Transferzeit dazwischen. Vereine wie Sieghartskirchen sollten dann – wenn sie nur auf den eigenen Vorteil bedacht sind – alle Heimspiele absagen, um sich im Winter zu verstärken und in den nachzutragenden Spielen und der Rückrunde konkurrenzfähig zu sein. Dafür, dass der SVS das Derby gegen Langenlebarn trotzdem durchziehen möchte, gehört Sieghartskirchen eine Fairness-Medaille verliehen.