Langenrohr war sauer. Über die Verzerrung des Wettbewerbs

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 08. Mai 2019 (01:52)

Langenrohrs Damen müssen den Traum vom Landesliga-Meistertitel begraben. Nach der Niederlage in Neulengbach ist der Rückstand auf den Tabellenführer auf sechs Punkte angewachsen.

Trainerin Birgitt Schalkhammer-Hufnagl, die in jungen Jahren Österreichs beste Fußballerin war und Neulengbach zu einigen Meister- und Cup-Titeln geführt hatte, war sauer. Sie spricht von Wettbewerbsverzerrung. Denn ausgerechnet gegen Langenrohr hatte Neulengbach 2 prominente Hilfe der am vergangenen Wochenende spielfreien Einser-Mannschaft. Vier Spielerinnen des A-Teams verstärkten die B-Elf. Und machten im Duell zweier direkter Konkurrenten den entscheidenden Unterschied aus.

Jedes B-Team verfälscht aufgrund möglicher Rekrutierung von Spielern der Einser-Mannschaft die Meisterschaft, egal in welcher Liga. Dieser Umstand darf im konkreten Fall Neulengbach aber kaum zum Vorwurf gemacht werden. Neulengbach B will Meister werden. Um das zu erreichen, ist jedes legitime Mittel recht. Das ist unfair, und der Ärger Langenrohrs verständlich. Aber Schuld ist nicht jener, der sich an die wettbewerbsverzerrenden Regeln hält, sondern jener, der sie aufstellt.