Mit einem Bein in Bundesliga. Über die Tullner Handballer.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 10. April 2019 (02:46)

Glückwunsch! Der UHC Tulln hat es geschafft und steht im Regionalliga-Finale. Nur noch zwei Spiele trennen den Traditionsverein vom Aufstieg in die Handball-Bundesliga.

Vier Tore lag Tulln in Graz bereits im Hintertreffen. Die Sibral-Truppe bewies Moral, kämpfte sich zurück. Und ließ sich nicht einmal von einem Wechselfehler, der mit der zweiten Zwei-Minuten-Hinausstellung in kurzer Zeit bestraft wurde, aus dem Konzept bringen. Mit zwei Mann weniger kassierte Tulln kein Tor – und ging durch Ex-Teamspieler Markus Wagesreiter erstmals nach langer Zeit sogar in Führung. Ein Ex-Nationalteamspieler, sechs weitere frühere HLA-Spieler, dazu aufstrebende Talente – der UHC gehört in die Bundesliga.

Die aktuelle Mannschaft hat ein „Ablaufdatum“. Bozso, Wagesreiter, Schmölz & Co. sind im Spätherbst ihrer Karriere, aber unglaublich gut – und noch immer topfit. Was die Kraftreserven betrifft, kann dem mit Routiniers gespickten Team kein Vorwurf gemacht werden. Tulln gewann in Graz die zweite Halbzeit mit 13:10!

Vermutlicher Gegner im Regionalliga-Finale wird Traun sein. Am 18. und 25. Mai geht es ums Ganze. Tulln wird in den Entscheidungsspielen die Unterstützung des Publikums brauchen. Die Sporthalle muss beben. Wenn nicht Ende/Mitte Mai, wann dann?