Miteinander statt gegeneinander!.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 01. Februar 2017 (05:27)

Anstatt Brücken zu bauen, wurden die Gräben tiefer. Die Generalversammlung des FC Tulln zeigte, wie groß die Kluft zwischen Präsidenten Norbert Pay und Obmann Leo König war.

In der Tullner Jugend wird gut gearbeitet. Ambitionierte Leute haben für einen Aufschwung und steigende Mitglieder-Zahlen gesorgt. Von der U 7 bis zur U 15 sind alle Jahrgänge besetzt, teilweise doppelt. Auch im Winter wird ein Turnier nach dem anderen organisiert.

Obmann König weiß und schätzt das alles zwar. Mit der Bezeichnung „FC Tulln Juniors“ als Alleinstellungsmerkmal kann er sich aber nicht anfreunden. „Es darf kein Verein im Verein sein.“ König will mehr eingebunden werden – auch, was die Finanzen betrifft. Die Jugendleitung soll daraufhin mit Rücktritt gedroht haben.

Zurück getreten ist sie zwar nicht. Dafür haben im letzten Moment zwei designierte Funktionäre ihre Kandidatur zurück gezogen. Und am Sonntag trat – als Reaktion auf die internen Streitigkeiten – auch die erst drei Tage zuvor gewählte Schriftführerin zurück. Damit hat König keinen Stellvertreter, keinen Schriftführer und weiterhin keinen sportlichen Leiter.

Dass es am Montagabend zu einer versöhnlichen Aussprache kam, war für den Traditionsverein ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung und in eine hoffentlich erfolgreiche Zukunft.