Neue Zeiten für Tullns Handball. Über die junge Mannschaft des UHC Tulln.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 23. September 2020 (01:20)

Tullns Handballfans müssen sich auf andere Zeiten einstellen. Dass der UHC nicht schon in der vergangenen Saison abgestiegen ist, ist vielleicht nur dem Abbruch der Meisterschaft wegen der Corona-Krise zu verdanken. Vor einem Jahr noch in der Mannschaft: drei Spieler, die wissen, wie es sich anfühlt, österreichischer Cup-Sieger zu sein. Andras Bozso und Österreichs langjähriger Nationalteamspieler Markus Wagesreiter haben ihre Karriere ebenso beendet wie Mario Vizvary, der als früherer HLA-Tormann Bollwerk in der Abwehr war.

Die drei Routiniers haben aufgehört. Gekommen sind der Bundesliga-erfahrene Alexander Fritz und zwei junge Legionäre. Es ist klar, dass man mit der neuen Tullner Mannschaft Geduld haben muss. Es wird dauern, bis die Automatismen greifen. Bis sich die jungen Spieler an das Tempo der Liga gewöhnen und Selbstvertrauen und dann hoffentlich auch die ersten Spiele gewinnen. Dass das Spiel der U 21 erst am nächsten Tag ausgetragen wurde, hatte auch etwas Gutes: Drei (!) Mann der Start-Sechs sammelten im „Farm-Team“ Matchpraxis.

Alleine schon der Klassenerhalt wäre ein riesiger Erfolg. Wenn dieser tatsächlich gelingt, wird man mit dieser Tullner Mannschaft noch viel Freude haben.