Nicht ob, sondern wann. Über erste Absagen noch vor dem Start der Meisterschaft.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 29. Juli 2020 (01:54)

Das Corona-Virus ist nicht auf Urlaub. Steigende Infektionszahlen belegen, dass die Krise längst nicht ausgestanden ist. Und noch ehe die neue Saison begonnen hat, ist das passiert, wovor sich jeder Verein fürchtet: ein positiver Covid-19-Test eines aktiven Mitglieds. Der SK Tulbing hat schnell und richtig reagiert. Mit der Absage des Nachwuchscamps und der Verschiebung des Trainingsauftakts der Kampfmannschaft. Auch Langenrohr hat es erwischt, zum Glück nur indirekt. Die Spieler des vermeintlich nächsten Testspielgegners Eggenburg sind in Quarantäne. Tullns Handballer sind direkt betroffen. Der neue Legionär aus Montenegro darf nicht einreisen.

Für den Fall, dass Corona zuschlägt, wenn die Meisterschaft bereits begonnen hat, gibt es mehrere Szenarien. Im Handballsport etwa kommt es auf die Anzahl der positiv getesteten Spieler an. Überhaupt ist Handball ungleich mehr gefährdet als Fußball. „Es handelt sich um einen Hallen- und Vollkontakt-Sport“, so UHC-Tulln-Obmann Bernd Zeh, Oberarzt und Chirurg im Tullner Krankenhaus.

Es ist nicht die Frage ob, sondern wann. Wann das erste von wahrscheinlichen vielen Meisterschaftsspielen Covid-19-Maßnahmen zum Opfer fällt. Ob und wie Bewerbe zu Ende gebracht werden können, ist eine Frage, auf die nur eine Kristallkugel eine Antwort weiß.